Marketing für Immobilienmakler
Für Makler zählen zwei Dinge: Objekte schnell vermarkten und neue Eigentümer gewinnen. Hier steht, wie Video, Landingpage und Anzeigen dabei zusammenspielen.
- Wie läuft die Zusammenarbeit mit Immobilienmaklern ab?
- Was bringt Social Media für Immobilienmakler?
- Wie gewinnen Immobilienmakler neue Eigentümer über Social Media?
- Was macht ein gutes Immobilienvideo aus?
- Warum eine eigene Landingpage pro Objekt?
- Lohnt sich Social Media für Makler in Nürnberg?
- Wie schnell bringt eine Objekt-Kampagne Anfragen?
- Was ist eine Landingpage?
- Was kostet ein Eigentümer-Lead über Social Media im Vergleich zu Portal-Leads?
- Leads kaufen oder eigene Sichtbarkeit aufbauen: Was ist für Makler besser?
- Objektvideo, 360-Grad-Tour oder Drohne: Was passt zu welcher Immobilie?
- Was kostet ein professionelles Immobilienvideo?
- Was bedeutet die Meta-Sonderkategorie Wohnraum für Makler-Anzeigen?
- Was ist Farming und wie funktioniert es für Makler auf Social Media?
- Wie funktioniert die Wertermittlung als Leadmagnet für Makler?
- Wie bereite ich eine Immobilie auf den Videodreh vor?
- Immobilienportale oder eigene Kanäle: Worauf sollten Makler setzen?
- Wie schnell sollte ich auf Anfragen aus Anzeigen reagieren?
- Geht Social Media auch bei diskreter Vermarktung (Off-Market)?
- Welche Reels funktionieren für Makler außer Objektvideos?
- Wie lange dauert ein Immobilienverkauf und was beschleunigt ihn?
Wie läuft die Zusammenarbeit mit Immobilienmaklern ab?
In vier Schritten: ein Video vom Objekt, eine Landingpage pro Objekt, Meta Ads rund um den Standort und Anfragen direkt ins Postfach des Maklers.
Was bringt Social Media für Immobilienmakler?
Ein gutes Objektvideo mit eigener Landingpage und Anzeigen rund um den Standort bringt qualifizierte Anfragen direkt ins Postfach. Gleichzeitig macht es dich als Makler in deiner Stadt bekannt, was dir die nächsten Verkäufer bringt.
Wie gewinnen Immobilienmakler neue Eigentümer über Social Media?
Mit Sichtbarkeit in der eigenen Stadt: Objektvideos zeigen, wie professionell du vermarktest, Erfolgsgeschichten und Marktwissen bauen Vertrauen auf. Eigentümer, die verkaufen wollen, sehen dich regelmäßig und melden sich. Anzeigen im Umkreis beschleunigen das.
Was macht ein gutes Immobilienvideo aus?
Ein starker erster Eindruck in den ersten Sekunden, ruhige Kamerafahrten, Tageslicht, die Lage mit Umgebung, ein Rundgang in logischer Reihenfolge und die wichtigsten Fakten als Text. Im Hochformat für Instagram und als Querformat für Portale.
Warum eine eigene Landingpage pro Objekt?
Weil Interessenten nach dem Klick auf die Anzeige sofort alles finden sollen: Video, Fotos, Fakten, Lage und ein kurzes Formular. Ohne Umwege über Portale entstehen mehr und qualifiziertere Anfragen direkt bei dir.
Lohnt sich Social Media für Makler in Nürnberg?
Ja. Der Markt in Nürnberg und Umgebung ist umkämpft, viele Eigentümer wählen den Makler nach dem Auftritt. Wer mit Objektvideos und lokalem Wissen sichtbar ist, bleibt im Kopf. Wir betreuen unter anderem einen Makler mit fünf Standorten in der Metropolregion.
Wie schnell bringt eine Objekt-Kampagne Anfragen?
Oft schon in den ersten Tagen nach dem Start der Anzeigen, weil Video und Landingpage direkt Menschen im passenden Umkreis erreichen. Wie viele Anfragen entstehen, hängt von Objekt, Preis und Lage ab.
Was ist eine Landingpage?
Eine Landingpage ist eine einzelne Webseite mit genau einem Ziel, zum Beispiel eine Anfrage zu einer Immobilie oder eine Terminbuchung. Wer auf eine Anzeige klickt, landet dort und findet ohne Umwege alles Wichtige und ein Formular.
Was kostet ein Eigentümer-Lead über Social Media im Vergleich zu Portal-Leads?
Belastbare Einheitswerte gibt es nicht, die Spannen sind groß. Spezialisierte Makler-Agenturen nennen für eigene Kampagnen etwa 25 bis 80 Euro pro Eigentümeranfrage und für gekaufte Leads von Portalen 300 bis 700 Euro. Das sind Anbieterangaben, keine unabhängigen Zahlen. Wichtiger als der Preis pro Lead ist die Qualität: Gekaufte Leads gehen oft an mehrere Makler gleichzeitig, eigene Anfragen kommen nur zu dir. Rechne den Wert eines Alleinauftrags dagegen. Was in deiner Region realistisch ist, rechnen wir im Erstgespräch durch.
Leads kaufen oder eigene Sichtbarkeit aufbauen: Was ist für Makler besser?
Gekaufte Leads liefern sofort Kontakte, kosten aber pro Stück viel, werden häufig an mehrere Makler verkauft und enden, sobald du nicht mehr zahlst. Eigene Sichtbarkeit über Objektvideos, lokale Inhalte und Anzeigen braucht Anlauf: Anzeigen bringen oft schon in den ersten Tagen Anfragen, organisch dauert es laut Branchenangaben drei bis sechs Monate bis zu regelmäßigen Anfragen. Dafür gehören Reichweite, Kontakte und Bekanntheit dir. Viele Makler fahren am Anfang zweigleisig und reduzieren den Lead-Kauf, sobald die eigenen Kanäle tragen.
Objektvideo, 360-Grad-Tour oder Drohne: Was passt zu welcher Immobilie?
Die drei Formate haben unterschiedliche Aufgaben. Das Objektvideo weckt Interesse: Es zeigt in unter einer Minute Stimmung, Lage und Highlights und funktioniert als Reel und als Anzeige. Die 360-Grad-Tour ist eine virtuelle Vorbesichtigung. Interessenten gehen selbst durch die Räume, und du lädst nur noch die ein, die danach weiter interessiert sind. Drohnenaufnahmen lohnen sich bei Häusern mit Grundstück, besonderer Lage oder Aussicht, bei Etagenwohnungen meist nicht. Für die meisten Objekte reicht ein Video im Hochformat plus gute Fotos. Die Tour ergänzt bei hochwertigen Objekten oder Käufern, die weit anreisen müssten.
Was kostet ein professionelles Immobilienvideo?
Marktüblich in Deutschland bieten spezialisierte Videografen Objektvideos in Paketen an: einfache Innenaufnahmen ab etwa 500 Euro, mit Außen- und Drohnenaufnahmen um 700 Euro, mit Umgebung, Makler vor der Kamera und Social-Media-Formaten um 1.000 Euro pro Objekt. Ein 360-Grad-Rundgang kostet bei externen Dienstleistern meist 200 bis 500 Euro netto für eine Wohnung und 700 bis 1.200 Euro für ein Einfamilienhaus mit 3D-Scan. Das sind Marktpreise anderer Anbieter, nicht unsere. Was bei Bradfield Vision im Paket aus Video, Landingpage und Anzeigen steckt, klären wir im Erstgespräch.
Was bedeutet die Meta-Sonderkategorie Wohnraum für Makler-Anzeigen?
Meta führt Anzeigen rund um Immobilien, Vermietung und Maklerleistungen als besondere Anzeigenkategorie Wohnraum, die beim Anlegen der Kampagne anzugeben ist. Dann ist das Targeting bewusst eingeschränkt, um Diskriminierung zu verhindern: Alter und Geschlecht lassen sich nicht eingrenzen, Postleitzahlen und sehr kleine Radien sind nicht möglich, Ausschlüsse und klassische Lookalike-Zielgruppen entfallen. Wer die Kategorie nicht angibt, riskiert abgelehnte Anzeigen. Welche Grenzen für dein Konto genau gelten, zeigt der Werbeanzeigenmanager. In der Praxis übernehmen deshalb Video, Text und Landingpage die Auswahl: Sie sprechen gezielt die passenden Käufer oder Eigentümer an.
Was ist Farming und wie funktioniert es für Makler auf Social Media?
Farming heißt, ein klar abgegrenztes Gebiet über lange Zeit so zu bearbeiten, dass Eigentümer dort zuerst an dich denken. Fachquellen empfehlen zum Start ein Gebiet von 250 bis 500 Haushalten mit genug Verkäufen pro Jahr. Auf Social Media heißt das: regelmäßig Inhalte aus genau diesem Viertel, etwa Marktberichte mit Preisen, verkaufte Objekte, Stadtteil-Videos und Antworten auf Eigentümerfragen, dazu Anzeigen im Umkreis. Ergänzt wird das oft durch Postkarten und Google-Sichtbarkeit. Wichtig ist Geduld: Realistisch sind 6 bis 12 Monate, bis daraus verlässlich Aufträge entstehen.
Wie funktioniert die Wertermittlung als Leadmagnet für Makler?
Eigentümer, die über einen Verkauf nachdenken, wollen zuerst wissen, was ihre Immobilie wert ist. Genau da setzt der Leadmagnet an: Eine Anzeige oder ein Reel bietet eine kostenlose Werteinschätzung an, der Klick führt auf ein kurzes Formular mit Objektart, Lage, Wohnfläche, Baujahr und Kontaktdaten. Danach meldest du dich persönlich und vereinbarst einen Termin vor Ort. Wichtig: Diese Kontakte stehen oft noch am Anfang und verkaufen nicht sofort. Schnelles Nachfassen, eine ehrliche Einschätzung statt Wunschpreis und regelmäßiger Kontakt entscheiden, ob daraus ein Auftrag wird. Prüfe beim Anlegen der Anzeige, ob Meta dafür die Sonderkategorie Wohnraum verlangt.
Wie bereite ich eine Immobilie auf den Videodreh vor?
Je aufgeräumter und heller, desto besser wirkt das Objekt. Vor dem Dreh: gründlich putzen, Fenster eingeschlossen, alle Lampen prüfen, Rollläden hoch, persönliche Dinge und Kleinkram wegräumen, Mülltonnen und Autos aus dem Bild, Garten und Eingang herrichten. Leere oder stark abgewohnte Räume profitieren von Home Staging, also gezielter Möblierung und Dekoration für die Vermarktung. Der Branchenverband DGHR nennt aus seiner eigenen Statistik Kosten von 1 bis 3 Prozent des Verkaufspreises, und zwei Drittel der so vorbereiteten Objekte waren innerhalb von vier Wochen verkauft. Plane den Dreh bei Tageslicht.
Immobilienportale oder eigene Kanäle: Worauf sollten Makler setzen?
Auf beides, mit klarer Aufgabenteilung. Portale wie ImmoScout24 erreichen Menschen, die gerade aktiv suchen. Für den Verkauf eines Objekts sind sie deshalb weiter wichtig. Eigene Kanäle, also Website, Landingpages, Google-Profil, Instagram und Anzeigen, erreichen auch Menschen, die noch nicht suchen, und vor allem Eigentümer, die in den nächsten Jahren verkaufen. Der Unterschied: Im Portal steht dein Objekt neben denen der Konkurrenz, und der Kontakt gehört dem Portal. Über eigene Kanäle baust du Bekanntheit und eine eigene Interessentenliste auf, die mit jedem Objekt wächst. Fachquellen raten, höchstens jeden fünften Beitrag einem Exposé zu widmen.
Wie schnell sollte ich auf Anfragen aus Anzeigen reagieren?
So schnell wie möglich, am besten innerhalb von Minuten und spätestens am selben Tag. Eine viel zitierte US-Untersuchung zum Thema Lead Response kommt zu dem Ergebnis, dass die Chance, einen Interessenten zu erreichen und zu qualifizieren, schon nach den ersten fünf Minuten stark sinkt. Für Makler heißt das: Benachrichtigung bei jeder neuen Anfrage aufs Handy, sofort anrufen, bei Nichterreichen kurze Nachricht und zwei weitere Versuche an den Folgetagen. Im Gespräch feste Fragen klären: Finanzierung, Zeitrahmen, Eigennutzung oder Kapitalanlage. So trennst du ernsthafte Käufer von Neugierigen und vergibst Besichtigungen gezielt.
Geht Social Media auch bei diskreter Vermarktung (Off-Market)?
Ja, nur anders. Bei einem diskreten Verkauf wird das Objekt nicht öffentlich inseriert, sondern gezielt vorgemerkten Interessenten und dem eigenen Netzwerk angeboten. Auf Social Media zeigst du dann nicht das Haus, sondern machst neugierig: ein Hinweis auf ein neues Objekt in einem Stadtteil ohne Adresse, Außenansicht oder erkennbare Details, mit der Einladung, sich für Details vormerken zu lassen. Die vollständigen Unterlagen gibt es erst nach persönlicher Anfrage. Der Vorteil für Eigentümer: Privatsphäre und kein öffentlich sichtbarer Preisverlauf. Der Nachteil: Der Käuferkreis ist kleiner. Deshalb zählt eine gepflegte Suchkundenliste.
Welche Reels funktionieren für Makler außer Objektvideos?
Eigentümer folgen keinem Exposé-Kanal, sondern einem Menschen, dem sie den Verkauf zutrauen. Bewährt haben sich: ein kurzes Marktupdate für deine Stadt mit einer Zahl und einer Einordnung, Antworten auf typische Eigentümerfragen wie Erbschaft, Scheidung oder Verkauf mit Mieter, ein Blick hinter die Kulissen bei Bewertung oder Fotoshooting, Stadtteil-Porträts, Fehler beim Privatverkauf und Geschichten verkaufter Objekte mit Erlaubnis der Kunden. Ein möglicher Wochenrhythmus aus der Praxis: ein Marktupdate, ein Beitrag mit Mehrwert, eine Story-Serie hinter den Kulissen, ein Objektvideo. Jeder Beitrag endet mit einer klaren Handlungsaufforderung.
Wie lange dauert ein Immobilienverkauf und was beschleunigt ihn?
ImmoScout24 nennt für einen Hausverkauf im Durchschnitt sechs bis zwölf Monate von der Vorbereitung bis zum Geldeingang. Nach dem Notartermin vergehen meist noch drei bis sechs Wochen bis zur Zahlung. Wie lange die Vermarktung selbst dauert, hängt vor allem von Preis, Lage, Zustand und Nachfrage ab. Beeinflussen kannst du drei Dinge: einen realistischen Angebotspreis von Anfang an, einen starken ersten Auftritt mit guten Fotos und Video, und Reichweite über die Portale hinaus. Steht ein Objekt lange sichtbar im Netz, wird es schwerer zu verkaufen. Deshalb lohnt sich der Aufwand in den ersten Wochen am meisten.
